Neues vom Buchmacher

Ich weiß. Ihr hängt gerade alle vor dem Smartphone und schaut bei Twitter und Co, was in Berlin so alles passiert. Mach ich ja auch. Und ich wäre ja auch echt gerne Mäuschen bei einigen Gesprächen gewesen. Doch nun ist es ja raus: Keine Jamaika – Joints für alle. Also kommen wir zu den wirklich aufregenden Dingen zurück.

Denn es passieren nebenbei auch einige aufregende Dinge im Leben eines Self-Publishers. Zum Beispiel ist heute meine Testbestellung von Hugendubel eingetroffen. Auch da war die Überraschung groß.

Hintergrund: Am 04.11. gab ich auf der Selfpublishing Plattform Epubli meinen Originalauftrag ab. Offizielle Aussage zum Liefertermin: 8-10 Werktage.

Am 07.11. konnte ich das Buch bereits bei Hugendubel als »sofort lieferbar« finden. Ohne Versandkosten.

Am 10.11. habe ich dort die Testbestellung abgegeben. Die Originalbestellung wurde zu diesem Zeitpunkt auf der Webseite von Epubli noch als »in Produktion« gekennzeichnet.

In der Nacht des 13.11. bekomme ich eine Mail von Hugendubel: Buch versendet. Die Lieferung von Epubli steht zu diesem Zeitpunkt noch aus.

Ich frage mich wer macht das Rennen? Am 14.11. die Lieferung von Epubli via DHL. Heute war dann das Buch von Hugendubel im Briefkasten. Als Buchversand, kostet nur einen Euro Porto und wird daher vom Briefträger ausgeliefert. Das bedeutet in Berliner Aussenbezirken: »sehr ungewisser Zustellungszeitpunkt«. Nun war es also da.

Ich packe das Exemplar vorsichtig aus. Eingeschweißt, wie die Originallieferung. Kann ich also so für den weiteren Gebrauch (Handverkauf) ins Regal stellen. Doch ich werde stutzig.

Ich entferne die Folie und bin überrascht. Die Druckseiten sind cremeweiß. Eigentlich wollte ich das ja auch. Doch bei der Bestellung bei Epubli steht mattweiß. (siehe Eintrag vom 14.11.) Kann ja auch ein Fehler von mir sein. Eine Änderung würde eine neue ISBN Nummer bedeuten. Will ich nicht. Cremeweiß ist aber »gewohnter« für die meisten Leser. Ich blättere in dem Buch. Sieht gut aus. Das Cover ist aber etwas matter. Das wiederum gefällt mir nicht ganz so gut.

Mir stellt sich natürlich die Frage, wie kommt es zu den unterschiedlichen Lieferungen?

Wenn ich ein Buch bekomme schaue ich ganz gezielt auf bestimmte Seiten und kontrolliere, ob sie richtig gedruckt wurden. Bei den Hugendubel Buch mache ich das natürlich auch. Am Ende des Buches fällt mir ein ungewöhnliche Zusatz auf. Gedruckt von irgendeiner Druckerei in Erfurt. Die »Originalbücher« wurden in Berlin gedruckt.

Ich lerne. Anscheinend »verkauft« Epubli nicht nur die Bücher. Sie vertreiben einfach eine Druckdatei und andere Unternehmen drucken dann selber. Eigentlich egal.

DOCH natürlich stellt sich die Frage, wie gewissenhaft diese Druckereien arbeiten. Der Unterschied zwischen cremeweiß und mattweiß ist dabei ja nur ein Aspekt. Ich kann gar nicht sagen, was mir besser gefällt. Was ist aber, wenn eine Druckerei »Mist« baut und ein richtig mieses Ergebnis abliefert? Das fällt ja auch auf den Autor zurück.

Am nächsten Wochenende ist die Messe BuchBerlin 2017. Ich bin akkreditiert ;o ) Epubli ist auch da. Ich glaube, dass werden intensive Fragen von mir werden, wenn ich den Stand besuche.

Wie sind Eure Erfahrungen? Bitte immer melden : mail@stephangeist.de

Viele Grüße

Stephan

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Neue Enthüllungen im Umfeld der Paradise Papers

Die Paradise Papers haben es ans Licht gebracht: Große Unternehmen versuchen massiv Steuern zu vermeiden. Nun ist in diesem Zusammenhang ein weiterer unglaublicher Skandal bekannt geworden:

Steueroasen verweigern Jungautor die Aufnahme! 

Lesen Sie dazu ein exklusives Interview unseres Reporters Ente mit dem betroffenen Jungautor.

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Ente: Ihnen wurde die Aufnahme in ein Steuerparadies verwehrt. Wie kam es dazu?

Geist: Also das war so. Ich habe von diesen Paradise Papers gelesen. Das war zu der Zeit, als das Buch Friedolin veröffentlicht wurde. Da kamen auf einmal Einnahmen und da dachte ich mir: Hey, die mußt du ja versteuern. Und da habe ich mir überlegt, wie ich das vermeiden könnte.

Ente: Was hatten Sie vor?

Geist: Nun ich beantragte bei einer namhaften Kanzlei einen Briefkasten in einem Steuerparadies. Doch die haben einfach abgesagt.

Ente: Ihnen ist also der Zugang zum Paradies verwehrt worden.

Geist: Genau.

Ente: Wie wurde das begründet?

Geist: Zuerst gar nicht. Die haben nicht einmal reagiert. Dann habe ich nachgehakt und da angerufen.

Ente: Und dann haben Sie eine Antwort bekommen?

Geist: Ja, das war wirklich bitter.

Ente: Was wurde Ihnen mitgeteilt?

Geist: Nun, eine freundliche Stimme am Telefon sagte mir, bevor ich die Aufnahme in das Steuerparadies beantragen könne, müßte ich formal ein paar Voraussetzungen erfüllen.

Ente: Hat man Ihnen gesagt, welche Voraussetzungen das sind?

Geist: Ja. Unter anderem müßte ich erstmal Geld einnehmen.

Ente: Aber das hatten Sie mit der Veröffentlichung des Buches doch bereits erreicht.

Geist: Stimmt. Das habe ich denen auch gesagt.

Ente: Das hat anscheinend nicht nicht überzeugt. Wurde Ihnen die Entscheidung dann näher erläutert?

Geist: Ja. Die Stimme am Telefon meinte: Entscheidende Einnahmen. Und legte dann kommentarlos auf.

Ente: Herr Geist, herzlichen Dank für das Gespräch.

Werte Leser: Die Skandale nehmen kein Ente, äh Ende. Die Politik muss reagieren. Steueroasen müssen im Sinne des Gleichheitsgrundsatzes für jeden Bürger offen stehen. Eine willkürliche Ausgrenzung z.B. wegen fehlender Einnahmen, kann nicht hingenommen werden. 

Verfolgen Sie weiter unseren Newsblog -Wir bleiben an dem Thema dran!

Aufregung

Die letzten Tage waren extrem aufregend. Ich habe es kaum ausgehalten.

Aufregung – Der Hintergrund

Ich veröffentliche über eine Selfpublisher-Plattform mit Namen Epubli. Bisher hatte ich keine negativen Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil. Vier Projekte wurden in den letzten Jahren problemlos abgewickelt. Nur bei der letzten Bestellung vom 07.10.2017, ein privater Nachdruck, mußte ich VIER WOCHEN warten. Versprochen waren maximal 10 Werktage. OK, kann ja mal passieren, doch das Lieferproblem viel jetzt ausgerechnet in die Zeit der Veröffentlichung.

Haben die etwa ein Problem? Natürlich mache ich mir große Sorgen. Wird alles klappen? Ich durchstöbere das Internet nach Hinweisen oder Beschwerden. Und werde leider auch fündig. Wer sucht, findet auch. Dazu kommt: Die Internetseite des Anbieters funktioniert nicht wie gewohnt. Liegt es an meinem Rechner? Nein, alle anderen Seiten laufen. Die Sorgen werden größer. Wird das Buch wie versprochen gedruckt und gelistet?

Endlich trifft die Nachbestellung ein. Ich leite die Bücher weiter. 24 Stunden später sind sie in Bayern und Hessen. Sage noch einmal jemand etwas gegen unsere Post. Es geht also. Doch was macht mein Buch?

Ich bin nur noch am Rechner. Ich finde das Buch inzwischen auf verschiedenen Plattformen. Es ist erstaunlich. Einige Anbieter sagen sogar »Sofort lieferbar«. Andere schreiben »kostenfreie Lieferung«. Beim Original-Anbieter kostet die Bestellung Porto. Bestellt man bei demselben Anbieter über Amazon wird kein Porto verlangt. Ich muss das alles (noch) nicht verstehen. Wie wird die Bestellung am Ende abgerechnet? Direkt (etwas höhere Marge) oder über Amazon (kleine Marge). Überhaupt Amazon. Direkt bei Amazon ist es gar nicht erhältlich. Amazon ist halt nicht nur Händler, sondern einfach auch eine Plattform, über die diverse Händler ihre Produkte anbieten. Am Ende finde ich 12 Anbieter, die das Buch inzwischen gelistet haben.

Bei Hugendubel finde ich das Buch am letzten Mittwoch. Lieferbar sofort. Wie kann das sein? Angeblich wird doch nur auf Anfrage (8-10 Werktage) gedruckt. Ich habe ja selbst noch gar kein Exemplar in der Hand. Am Freitagabend halte ich es nicht aus und bestelle dort ein Exemplar (ich hatte noch einen Gutschein, den ich Online einlösen konnte). Am Montag kommt eine Bestätigung per Mail, dass das Buch versendet wurde. Ich frage mich nochmal, wie das sein kann. Bestellt Hugendubel blind ein paar Exemplare? Und wenn ja, wird das abgerechnet?

Und ich habe immer noch keine Bestätigung, dass die ursprüngliche Bestellung bei Epubli versendet wurde. Ist doch was dran an den Problemen? Oder mache ich mir unbegründet Sorgen. Es gibt ja auch weiterhin sehr gute Bewertungen im Internet.

In der Nacht zu Montag verschickt dann ein Bot endlich die Versandbestätigung meines Original-Anbieters. Heute (Dienstag) wurde es geliefert. Sieben Werktage. Erleichterung. Jetzt bin ich gespannt, wann die Lieferung von Hugendubel eintrifft.

Und eines noch: Wer nach dem Buch/Autor selber sucht findet auch Ergebnisse eines Namensvetters, der Fotos von Wassertropfen anbietet. Mit dem habe ich nichts zu tun. Eine Namensgleichheit. Kann sich keiner aussuchen.

Aufregung  – Auspacken

Herzklopfen.Vorsichtig öffne ich den Versandkarton. Die bestellten fünf Exemplare fallen mir entgegen. Ich entferne die Folie eines Exemplars.

Das Cover – ganz genau ist wie ich es gewollt habe.

Der Buchrücken – passt. Das war ein echtes Risiko.

Der erste Stein fällt vom Herzen. Doch die Seiten sind weiß/matt und nicht cremeweiß. Habe ich nicht cremeweiß bestellt? Obwohl weiß/matt sieht im Kontrast zum Cover eigentlich besser aus. Aber »richtige« Verlage drucken cremeweiß. Noch mal ändern? Egal jetzt. Vergilben tut das Papier von alleine und ich kann es bei Bedarf nachträglich korrigieren.

Die Fotos?- »ausreichend«. Wußte ich vorher. Für mehr war nicht die Zeit.

Die eine wichtige Seite? Auch die war ein Risiko. Ja, passt. Puhh.

Die Schriften – etwas unscharf? Ich wechsle die Brille. Alles OK.

Ich weiß, dass macht man eigentlich alles anders. Beim nächsten Mal. Es sollte einfach nur raus. Fast and dirty

Jetzt bin ich gespannt, wann die ersten Exemplare auf meinem Epubli Konten erscheinen. Von zwei Bestellungen weiß ich (eine durch mich und die andere von einer Nachbarin). Im Sinne des Finanzamtes und der KSK fehlen also nur noch 9998. Sollte doch möglich sein. Bis dahin versuche ich mich mit dem einen oder anderen Fachartikel über Wasser zu halten.

Und wie fühlt sich das jetzt an? 

Nicht heute. ;o) Muss alles erstmal sacken lassen.

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Friedolin- 6 neue Episoden erhältlich

Ja, ehem, räusper… Hallo erstmal… Also wie soll ich es ausdrücken. Ja…äh… es ist noch etwas ungewohnt für mich dies zu sagen… doch diesmal gibt es kein PDF. (Puhh, es ist raus) Tut mir ja auch ein wenig leid. Geht aber nicht anders (sagt z. B. mein Vermieter). Daher neue Überschrift:

Friedolin – Das Buch

Alle 10 Episoden in einem Band auf 120 Seiten!

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Jaaaa, nerv.…grummel…menno… ick wees det selba. Ursprünglich war der Plan mit einem genialen Roman zu starten, inklusive der unverzüglichen, also sofortigen Aushändigung des Deutschen Buchpreises.

Ja, hat halt nicht geklappt. Ist jetzt eine Nummer kleiner geworden. Doch irgendwann muss man ja mal anfangen. Ist jetzt halt so.

Aber das Tolle ist: Ihr könnt es tatsächlich kaufen! :o)

Was heißt: könnt, macht es einfach!

Warum?

  • Demonstriert Euren unbedingten Willen den Literaturbetrieb um einen neuen Autor zu erweitern!
  • Nutzt Eure Macht, als Verbraucher! Zeigt Institutionen wie der Künstler Sozialkasse endlich, dass ich es ernst meine.
  • Denkt an Weihnachten! Ihr braucht Geschenke!
  • Denkt daran: Eine einfache Zeitung wie Die ZEIT kostet inzwischen 5,10 Euro. Und das pro Woche. Das sind stolze 265 Euro im Jahr. Was sind da schon 8,50 Euro. Ein Schnäppchen!
  • Ihr könnt endlich sagen: »Ach- übrigens, ich kenne den Autor persönlich«. (Wenn man den Satz ein paar Mal übt, kommt das total cool rüber. Ehrlich jetzt.)
  • Endlich könnt Ihr Eure Ambitionen im Bereich Marketing umsetzen: Macht Werbung für das Buch! Ihr habt Talent. Nur zu. Ich vertrau Euch und nehme dafür auch nichts extra.
  • Stärkt Eure Social Media Kompetenz! Wozu ist man denn in diesen ganzen Netzwerken, wenn nicht für sowas? Verbreitet die frohe Botschaft. 10.000 Likes (Verkäufe) dann geht das Ding in die Geschichte ein. Und Ihr könnt sagen: Ich! Ich war wirklich dabei! (und ich entspreche dann ungefähr den Erwartungen des Finanzamtes-Zehlendorf)
  • Unterstützt mit dem Kauf notleidende Vermieter wie die Deutsche Wohnen! Die freuen sich riesig über jeden zahlungskräftigen schreibenden Mieter.
  • Händler in ganz Zehlendorf freuen sich, endlich wieder Umsatz machen zu können!
  • ICH HAB HUNGER! (OK, das ist jetzt ein wenig zu dicke. Ich ziehe den Satz zurück)

Ihr könnte auch ganz einfach, still und leise bestellen. Zum Beispiel bei Epubli unter diesem Link . Es kostet Euch überall das gleiche Geld (Buchpreisbindung), doch hier „verdiene“ ich am meisten. Wie „viel“ kann sich jeder selbst auf der Seite ausrechnen).  Natürlich ist der Band auch bei Amazon erhältlich. Gefunden habe ich es hier.  In den nächsten Tagen dann auch bei Thalia, Weltbild, Dussmann etc. Es dauert immer etwas, bis alle den Titel listen.

Mit der ISBN Nummer 978-3-7450-4035-7  sollte auch die Buchhandlung eures Vertrauens das Buch besorgen können. Über ein kurzes Feedback zu Euren Erfahrungen dabei würde ich mich sehr freuen. ( mail@stephangeist.de )

Hinweis: Es wird in der Regel nur auf Bestellung gedruckt. Daher kann es unter Umständen 8 bis 10 Tage dauern, bis Ihr das Buch in den Händen halten könnt. Ich habe selber auch noch kein Exemplar im Briefkasten. Das ist inzwischen zwar etwas ungewohnt. Doch alles andere ist im Moment zu teuer.

Vielen Dank und einen tollen Wochenstart

Stephan

PS: Ach und falls jemand von Euch weiß, wie man zumindest auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises…
Wie?…Ach so…
Ja, OK….
….also vielleicht doch erstmal Longlist des Deutschen Buchpreises kommt, ich bin für jeden Hinweiß dankbar.

PPS: Habe ich heute imTagesspiegel gefunden :o)

TSP5112017

 

Tag drei- Goodbye Messe Nürnberg

Jetzt sitze ich im Zug zurück nach Hause. Auch der letzte Messetag verging schnell. Alles soweit erledigt.

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Heute war es auffällig leer in den Messehallen. Das konnte ich in den letzten Jahren schon feststellen. Der Freitag zieht nicht mehr richtig. Dafür wird der erste Messetag (Mittwoch) immer voller.

Für mich ergab sich dadurch die Gelegenheit, dass eine oder andere Gespräch in ungewohnter Ruhe zu führen. Wobei heute eindeutig Qualität vor Quantität ging.

Daneben habe ich mir einige der Wireless -Lösungen genauer angesehen. Es ist schon toll, was heute möglich ist. Natürlich möchte ich in der nächsten Zeit einmal live ausprobieren, wie es ist, Bahnhofsdurchsagen direkt mit den Hörgeräten zu empfangen. Der Bahnhof Berlin-Südkreuz, der zur Zeit als Versuchsbahnhof fungiert, liegt ja vor der Haustür.

Auch sehr interessant fand ich die verschiedenen Lösungen, Feinanpassungen via Handy direkt in den Hörgeräten umzusetzen. Terminfreiheit, weniger Hausbesuche und erste Hilfe im Urlaub. Den Einsatzmöglichkeiten scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Ich bin sehr gespannt, wie diese Dinge im Markt umgesetzt werden. Ich sehe es eher als Chance.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat in Nürnberg vorbeizuschauen. Trotz Internet und den Sozialen Netzwerken, der persönliche Kontakt bleibt unersetzlich. Auch schön zu sehen, dass die Give Away Flut weiter auf dem Rückgang ist. Wer braucht schon die unnützen Plastikartikel und mein Koffer ist schwer genug.

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Ich freue mich schon auf das nächste Jahr (und ab heute Abend über schnelles und stabiles Internet.)

Viele Grüße und ein erholsames Wochenende

Stephan

Messe- Tag zwei

Der zweite Tage liegt hinter mir. Es gab sehr viele gute Gespräche und Informationen. Also eine Messe, wie sie sein soll. Dementsprechend müde bin dann auch am Abend.

Der Morgen fing schon sehr gut an. Viele Aussteller haben noch etwas Zeit, bevor der große Besucheransturm kommt. Innerhalb kürzester Zeit konnte ich einige wichtige Dinge klären. Ich dachte schon: Eigentlich kannste jetzt ja gehen.

Natürlich bin ich geblieben. Und das war auch gut so. Denn mit der Zeit spricht sich meine neue Rolle ein wenig herum und es ergeben sich weitere Gespräche. Es ist schon erstaunlich, wie gut der Buschfunk in dieser Branche funktioniert. Ich bin wirklich gespannt, was sich daraus entwickelt. Nun, die nächsten Tage werden es zeigen.

So gegen Mittag habe ich dann angefangen mich fachlich ein wenig auf den neuesten Stand zu bringen. Also klassische Produktinformation. Bei einigen Herstellern bin ich ganz gut im Futter, bei anderen war das Update sehr hilfreich. Zwei Hersteller habe ich mir noch für morgen vorgenommen. Ich denke, dann bin ich mit den wichtigsten Dingen durch. Am Nachmittag war ich dann wieder mehr in eigener Sache unterwegs. Die Zeit verging wie im Flug.

Abends war ich dann in dem fränkischen Restaurant hier um die Ecke noch schnell etwas Essen. Für große Abenteuer bin ich heute echt nicht mehr zu haben. Morgen geht es dann mit Sack und Pack wieder zum Messegelände. Das ist am letzten Tag immer etwas nervig mit den Koffer. Ich bin ja nicht der einzige, der sein Gepäck an der Garderobe abgibt. Und ein Ticket für die Heimreise sollte ich mir noch buchen. Also schicke ich diese Zeilen jetzt schnell ins Netz und wechsle auf die Homepage der Deutschen Bahn.

Viele Grüße

Stephan

Der erste Messetag

Es geht los. Nach einem kurzen Frühstück bringen mich Strassen- und U-Bahn bequem zur Messe. Schon am Eingang begrüße ich die ersten bekannten Gesichter. Ich bin extra früh da, damit ich alles in Ruhe erleben kann. Erfahrungsgemäß dauert der Einlass am ersten Tag immer etwas länger. Da ich mich aber früh genug auf den Weg gemacht habe ist das alles kein Problem. Für Pressevertreter gibt es sogar einen gesonderten Schalter. Ich erhalte eine Art Kassenzettel und kann an einem Automaten mein Ticket ausdrucken. Sieht schon mal cool aus.

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Ich gehe ins Pressezentrum und auch dort begegne ich vielen bekannten Gesichtern. Schön wieder hier zu sein, wenn auch, nein- gerade weil, in einer neuen Rolle.

Bis zum offiziellen Presserundgang ist genug Zeit. Zuerst durchforste ich die ausgelegten Pressemappen. In jeder Mappe befindet sich viel Papier und ein USB Stick. Auf selbigen ist alles, was auch ausgedruckt der Mappe beiliegt. Ich verdrehe die Augen. Welches Jahr haben wir? Ist das immer noch nötig? Ich bin mit der Bahn angereist und muss mein Gepäck eigenhändig tragen. Also die Sticks aus der Pressemappe geholt und der Rest wird ins Altpapier wandern. Schade um das Papier, finde nicht nur ich. Immerhin  habe ich jetzt unendlich viel Gigabyte neuen Speicher für zu Hause. Und den kann man ja immer mal wieder brauchen.

Auch sonst ist im Pressezentrum für alle und alles gut gesorgt. Kaffee, Kaltgetränke, Brezeln. Gegen Mittag gibt es sogar einen kleinen Lunch.

Aber erstmal der Presserundgang. Wir werden in zwei Gruppen durch die Hallen zu ausgesuchten Ständen geführt. Für jemanden, der die Branche intensiv beobachtet gibt es nicht wirklich viel sensationell Neues. Das Ganze läuft routiniert und professionell ab. Es war interessant den Rundgang aus dieser Perspektive mitzumachen.

Am Ende gibt es für beide Gruppen noch eine Live-Demo in einem separaten Raum. Inklusive Live-Promi. So etwas ist immer gut für die Medien. Und das meine ich ganz ironiefrei.

Dann noch die zwei Demos. Die erste Demo zeigte Live Streaming eines Telefonates – Geschenkt. Die zweite Demo war deutlich spannender. Live-Übersetzung (Deutsch-Englisch) via Handy ins Hörgerät. Das es theoretisch geht haben ich vor einigen Jahren schon mal selbst ausprobiert. Allerdings mit einem „deutlichen“ Zeitverzug und etwas Handarbeit. Das soll jetzt automatisch und in Echtzeit gehen? Ich schaue mich um und blicke in die Gesichter einiger Kollegen, die wie ich schon etwas länger in der Branche sind. Skepsis und Erstaunen ist zu sehen. Wir werden morgen mal in Ruhe nachfragen, was das war. Auf der Messe war es auf jeden Fall dann kein Thema mehr.

Nach diesem offiziellen Teil begebe ich mich allein auf die Industrieausstellung. Hauptaufgabe für den ersten Tag: Allen Bekannten (und das sind doch eine ganze Menge, wie ich durchaus erfreut feststellen durfte) herzlich „Hallo“ sagen und erklären was ich gerade und insbesondere hier in Nürnberg, so mache. Und natürlich verteile ich fleissig meine Visitenkarten. Die hatte ich gestern übrigens fast zu Hause vergessen. Na, das wäre ja was gewesen.

Es waren wirklich viele Gespräche und ich bin froh, dass ich mich entschlossen habe alle drei Tage anwesend zu sein. Ich bin mir sicher, es wird nicht langweilig werden.

Am Abend gehe ich noch einmal in die Altstadt. Sie ist ja nicht besonders groß und zur Zeit trifft man natürlich überall Hörakustiker aus der ganzen Republik. Trotzdem ist es schon komisch, wenn man Abends in einer fremden Stadt unerwartet auf der Strasse mit Namen gegrüßt wird. Die Gespräche des Tages gehen also nahtlos in der Nürnberger Altstadt weiter. Irgendwie ist auch das im Grunde ziemlich „cool“ oder auch: einfach erfreulich.

Nun ist aber Schluss für heute. Ich merke, dass ich im letzten Jahr unsportlich unterwegs war. Die Beine melden sich. Gut, dass ich keine offiziellen Termine mehr habe. Es hat alles sein Gutes.

Viele Grüße

Stephan