Friedolin – Eine Fortsetzung

Ich wurde neulich gefragt, wie es mit Friedolin weiter ging. Der Floh, der mir da ins Ohr gesetzt wurde war schlimmer, als mein Tinnitus. Also habe ich mich hingesetzt und zwei Kapitelchen hinzugefügt. Zum Lesen hier klicken: Friedolin Kapitel 3_4

Es reicht für die Fahrt zur Arbeit. Falls man mit Bus und Bahn unterwegs ist. Ich hätte sogar noch eine weitere Idee. Bei Bedarf schreibe ich sie gerne auf.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche : o)

Stephan

Advertisements

Eine kurze Kurzgeschichte

Trotz großer technischer Probleme (der alte Mac ist am Ende seiner Kräfte) hat es für eine kurze Kurzgeschichte gereicht. Da die meisten ja nicht so viel Zeit haben lange zu lesen, habe ich sie für Euch in zwei appetitliche und schnell lesbare Häppchen unterteilt.

Hier Teil 1 als PDF Download: Friedolin

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche

Die Fortsetzung folgt am Freitag : O )

Früher war mehr Lametta

Neulich habe ich aufgrund eines freudigen Anlasses lange in alten Kisten nach Erinnerungen gesucht. Dabei viel mir ein sehr altes Sparbuch in die Hände. Alleine das war schon ein schönes Wiedersehen.

IMG_3584.JPG

„Kenner“ erkennen sofort warum ;o)

Nach meiner Erinnerung war das Konto schon lange aufgelöst und das Guthaben floss seinerzeit (1993) in den Kauf eines Mazda 3. Doch das Sparbuch war nicht entwertet. Es müßte also noch existieren. Man soll ja nichts verschenken. Also bin ich heute zur Sparkasse gegangen.

Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich zuletzt in einer Bank gewesen bin. Heute geht ja alles Online. Nach einer kurzen Wartezeit empfing mich eine sehr freundliche Mitarbeiterin und ich schilderte mein Anliegen. Sie durchforstete ihren Computer und fand nach kurzer Zeit tatsächlich das Konto. Das erfreuliche Ergebnis: 100 Euro.

Die sehr freundliche und charmante Mitarbeiterin erklärte mir ausführlich was die Sparkasse mit diesen Schlummerkonten macht und das es davon noch eine ganze Menge gäbe. Dann druckte sie ein Formular aus, das ich artig unterschrieb und das Geld wird mir jetzt in den nächsten Tagen überwiesen.

Bevor sie das Sparbuch mit einem Locher endgültig entwertete legte sie es noch einmal in den Drucker. Und siehe da, der Drucker konnte tatsächlich noch alle Kontovorgänge seit 1993 nachtragen. Je einen Zinseintrag pro Jahr. Zu Hause schaute ich mir das Ergebnis dann in Ruhe an. Das war schon interessant. 1997 kassierte ich zum Beispiel noch 3,41 DM (1,74 €) an Zinsen. Das sich die Zinsentwicklung seit damals nicht gebessert hat weiß jeder. Doch wie deprimierend diese Entwicklung seitdem ist sieht man erst, wenn man sie Jahr für Jahr ordentlich untereinander aufgeführt bekommt.

IMG_3582.JPG

Am Ende fünf Cent. Einen Zinseintrag für den 31.12. 2016 gab es schon gar nicht mehr. Am 7.3. hat man das Konto anscheinend endgültig auf Eis gelegt.

Ich weiß, Ihr mögt den Spruch nicht: Doch früher war vieles besser. Heute Nacht träume ich von alten Zeiten…

Viele Grüße

Stephan

Ein Gespräch über Werbung und Wirklichkeit

Ausnahmsweise schien heute die Sonne und es war so etwas wie Sommer. Ich nutze die Gelegenheit, um mich am Abend nach langer Zeit mal wieder mit der Ente auf dem Balkon zu unterhalten.

IMG_3562.JPG

»Hallo Ente«

»Hallo Geist«

»Wir haben uns ja ewig nicht mehr gesprochen. Wie geht es Dir? Du siehst ganz schön mitgenommen aus.«

»Du meinst das Loch auf der linken Seite. War eine Vogelattacke vor zwei Jahren. Aber es geht wieder. Und bei Dir?«

»Danke, soweit ganz gut. Im Augenblick denke ich über das Thema Werbung nach. Neulich habe ich zum Beispiel auf Facebook einen Link gespeichert, also nur gespeichert nicht einmal angeklickt, und prompt habe ich eine maßgeschneiderte Werbung dazu bekommen.«

»Das weiß doch jeder, dass Facebook seine Werbung Deinem Klickverhalten anpasst.«

»Klar, aber das Werbebanner erschien ein paar Stunden später auf einer ganz anderen Seite. Und ich war in dem Moment weder auf Facebook, noch auf der anderen Seite angemeldet.«

»Das sind die berühmten Cookies.«

»Ja, es ist schon gruselig, wie die Maschinen Besitz von uns ergreifen. Aber mir ist noch etwas anderes aufgefallen. Ich bekomme auf Facebook wieder nervige Werbung von Partnervermittlungen.«

»Das ist nicht ungewöhnlich, Du bist Single.«

»Aber das habe ich nirgends angegeben. Daher frage ich mich warum. Außerdem war mir die Dame, die mich verlocken sollte entschieden zu alt. Genau genommen würde ich sogar sagen, sie war älter als ich. Facebook kennt doch mein Geburtsdatum. Da sollte ich doch erwarten können, dass man für mich etwas Interessanteres heraussucht.«

»Das ist sexistisch. Nebenbei schau mal in Deinen Ausweis. So wegen des Alters und so.«

»Entschuldigung. Aber die Werbung der Partnervermittlung ist in der Regel auch sexistisch. Und zudem total unglaubwürdig.«

»Du meinst wegen dieser Aussage: Alle elf Sekunden verliebt sich ein Single bei uns. Da hast Du Recht. Das ist bescheuert. Es nützt natürlich gar nichts, wenn sich ein Single verliebt. Es gehören ja immer zwei dazu.«

»Richtig. Und nur zum Verlieben braucht man keine Agentur. Ich verliebe mich auch so alle paar Sekunden in jemanden. Aber das meine ich gar nicht. Dieser elf Sekunden Spruch soll ja suggerieren, dass man bei dieser Agentur schwuppdiwupp, also quasi über Nacht, einen neuen Partner findet.«

»Es ist doch nachvollziehbar, dass die Agentur damit wirbt, Kundenwünsche schnell zu erfüllen.«

»Und warum bietet diese Agentur dann Jahresmitgliedschaften an?«

 

»Ich werde darüber nachdenken. Gute Nacht Geist.«

»Gute Nacht Ente.«

 

 

Ich habe jetzt einen Facebook Account

Ich habe mir neulich einen Facebook Account zugelegt. Kostet ja nichts. Also noch einen, denn ich habe ja schon seit einigen Jahren ein Profil bei Herrn Zuckerberg.

Die Motivation hinter dem zweiten Profil war, dass ich sehen wollte, wie mein »richtiger« Account anderen Nutzern dargestellt wird. Ich wollte mich selbst digital betrachten. Nicht aus Eitelkeit. Man macht sich viel zu selten bewußt, wie transparent wir durch Online Aktivitäten geworden sind, sei es auf Facebook, WhatsApp oder anderen sozialen Netzwerken. Mich interessierte besonders, was mir von mir mitgeteilt wird. Alle Aktivitäten oder trifft Facebook eine Auswahl und wenn ja welche? Welches Bild oder Image transportiert Facebook von mir? Natürlich kann man überall Einstellungen vornehmen, die das Regeln sollen. Doch wer macht sich schon die Mühe. Also erscheint überall, wann ich zuletzt Online war oder vor wie vielen Stunden ich welches Bild gepostet habe. Mir ist das ja relativ egal, da ich mein eigener Arbeitgeber bin.

Selbstverständlich kann man sich diesen Diensten verweigern. Dann ist das Thema vom Tisch. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass soziale Netze recht nützlich sein können und natürlich auch jede Menge Spass machen.

Beim Anlegen des Profils habe ich mir nichts weiter gedacht. Richtigen Namen eingegeben, halbwegs aktuelles Foto als Profilbild hinterlegt und mir selbst eine Freundschaftsanfrage geschickt. Fertig. Mehr nicht. Keine Interessen, Hobbys oder Angaben zu Ausbildung und Beruf. Warum auch. Ich kenne mich ja. Nur im Titelbild habe ich zur Sicherheit noch einen entsprechenden Hinweis zum Zweck dieses Kontos untergebracht, falls sich wer anderes, als ich selbst, auf der Seite verirren sollte. Seite schließen und abwarten.

Die ersten Ergebnisse waren unspektakulär und ich überlegte, ob ich mit dem zweiten Account noch andere Dinge testen könne. Zum Beispiel, welche Werbung wird eingeblendet, wenn ich das Alter oder den Beziehungsstatus ändere. Doch erstmal sollte dieser Account total passiv bleiben.

Dann passierte folgendes: Ich erhielt Freundschaftsanfragen. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet, hatte ich doch einen entsprechenden Hinweis im Titelbild hinterlegt. Zudem waren es Anfragen von Kontakten meines ursprünglichen Accounts. Ich war irritiert. Wir sind doch schon befreundet. Doppelt hält besser? Und dann kamen Anfragen von mir unbekannten Kontakten meiner Kontakte. Warum? Auch diesen hatte ich doch im Titel den eindeutigen Hinweis zu meinen richtigen Account gegeben. Warum kamen diese Anfragen über den zweiten Account und nicht über das ursprüngliche Profil? Mal ganz abgesehen davon, dass mir diese Menschen total unbekannt waren.

Daraus ergaben sich für mich einige Fragen. Zuerst: Die Anfragen annehmen oder nicht? Spontan drückte ich bei den meisten Anfragen auf annehmen. Damit war es mit der totalen Passivität natürlich vorbei.

Und ich stellte mir eine ganze Reihe weiterer Fragen. Zum Beispiel: Wie verhalte ich mich selbst im Netz? Wie oft (und warum) klicke ich spontan auf »Like«? Bedenke ich, was ich damit tue? Wer sind meine Kontakte? Kenne ich meine Kontakte (ich denke ja) und kennen mich meine Kontakte? Sollte ich das gleiche Experiment auch auf anderen Plattformen durchführen? Gibt es Unterschiede, ob ich mich auf Facebook, Xing oder Linkedin bewege? Sollte ich mir strenge Regeln auferlegen oder eher spontan bleiben. Sollte ich diese Regeln transparent machen?

Wie gesagt, man kann sich sehr viele Fragen zu den sozialen Netzen stellen. Und jeder wird seine eigenen Antworten finden und finden müssen. Für mich bleibt es ein spannendes Thema und natürlich interessiert es mich, wie Ihr darüber denkt, welche Erfahrungen Ihr gemacht habt.

Viele Grüße

Stephan

Von PB (Panda-Bärlin) nach BBBB (Beethoven-Bärchen-Bundesstadt-Bonn)

Letzte Woche war ich in Bonn. Schöne Stadt. Wenn man am Bahnhof aussteigt glaubt man es nicht gleich, doch als Berliner ist man ja originelle Dauerbaustellen gewohnt.

IMG_3482.jpg

 

Was ich natürlich großartig fand waren die speziellen Geschäfte für Grundnahrungsmittel. Ich soll zwar noch nicht so schwer tragen, aber die zwei Kilo Zusatzgewicht ließen sich absolut nicht vermeiden.

Wobei der Kilopreis beim Discounter um die Ecke erstaunlicherweise sogar noch etwas günstiger wäre. Aber natürlich bekommt man dort die Produkte nicht sortenrein (was absolut phantastisch ist). Auch die Auswahl vor Ort war unglaublich. Warum man im Online-Shop dafür mehr bezahlen darf ist mir aber nicht klar. Ein Grund mehr in Zukunft häufiger in Bonn vorbeizuschauen.

DSC06395.jpg

Schönes Wochenende

Stephan

 

PS: Einbruch zwecklos. Die Bärchen befinden sich gut verschlossen an einem sicheren Ort ;o)